Glossar

Verstehen Sie Golf?

Nahezu jede Sportart hat ihre eigenen speziellen Begriffe. Wenn Golfspieler sich unterhalten, kann es einem Laien aber doch schnell wie eine eigene Sprache vorkommen. „Dimples” haben zum Beispiel nichts mit einem alkoholischen Getränk zu tun. Und was ist überhaupt ein Tee? Wer bisher noch nie mit Golf in Berührung gekommen ist, dem erscheinen solche Unterredungen wie böhmische Dörfer. So wie ein Code, als sollte er nichts verstehen. Das ist natürlich Unsinn.

Die Ausdrücke der Golfsprache sind überwiegend englisch, was den Sport zwar internationaler, die Sache aber nicht einfacher macht. Ins Deutsche übersetzt, klingen sie zudem teils noch merkwürdiger. Und dann muss man sich auch noch auf das doch etwas merkwürdig anmutende Spiel konzentrieren: Einen viel zu kleinen Ball mit eigenartigen Wölbungen in ein hunderte Meter entferntes, nicht viel größeres Loch im Boden zu versenken, wofür er vorher auch noch den einen richtigen Schläger aussuchen muss… Um den Sprachsalat ein wenig zu entwirren, und, damit Sie beim nächsten Golfgeplauder etwas intelligenter wirken, haben wir ein paar (verrückte) Begriffe versucht, zu erklären.

Albatros
Ein Ergebnis, bei dem ein Loch mit drei Schlägen unter Par gespielt wurde. Für jedes Loch ist ein bestimmtes Par festgelegt. Auf dem Golfplatz Tietlingen zum Beispiel sollte man das sechste Loch, die „Wasserkuppe” mit fünf Schlägen spielen. Par 5 ist also die feste Schlagzahl. Spielt man das Loch mit zwei Schlägen, erreicht man einen Albatros (ist also sehr selten, die Entfernung zum Loch bei der „Wasserkuppe” beträgt für Herren 500 Meter ).

Birdie („Bördi” gesprochen)
Kommt schon häufiger vor als der oben beschriebene Albatros. Mit einem Schlag unter Par hat man einen Birdie gespielt.

Bunker
Landet der Ball im Bunker, verzieht sich das Gesicht des Spielers meist nicht zu einem Grinsen. Denn als Bunker bezeichnet man die mit Sand gefüllten Mulden, die als Hindernisse den Golfern das Leben schwer machen, weil es schwierig ist, vom Sand aus den Ball weiterzuspielen.

Dimples
Die kleinen, runden Vertiefungen am Golfball werden so genannt. Die Anzahl, die Form und die Anordnung der Wölbungen spielen eine große Rolle für die Flugeigenschaften des Balls. Absolute Topbälle haben mehr als 400 Dimples auf der Oberfläche.

Eagle
Der „Adler” liegt genau zwischen dem „Albatros” und dem „Birdie”, das Loch wurde also mit zwei Schlägen unter Par gespielt - ein Fünf-Schläge-Loch also mit drei Schlägen geschafft.

Flex
Mit der Maschine aus dem Baumarkt hat diese „Flex” nichts zu tun. Es ist die Bezeichnung für die so genannte Längssteifigkeit des Schlägerschaftes. Die weicheren Schäfte tragen den Buchstaben „L” (für Ladies, also Damen), dann gibt es noch „A” (allround), „R” (regular, also normal) bis hin zu „X” (Extra stiff, extra steif)

Grain
Nicht ganz unwichtig beim Golf ist offenbar die Richtung der Grashalme auf dem Grün, welche durch den jeweiligen Schnitt verursacht wird. Wird der Ball „mit dem Grain” geputtet (eingelocht), läuft er meist schneller als gegen den Strich.

Grün
Das Grün oder „Green” ist nicht einfach nur die Farbe des Rasens, sondern die am kürzesten geschnittene Grasfläche am Ende eines jeden Lochs. Hier findet man auch das langersehnte Ziel, das Loch, das durch eine Fahne markiert ist, um es aus der Entfernung besser zu sehen.

Holz
Eigentlich ist ein Holz ein Schläger mit einem Schlägerkopf aus Holz, die für Abschläge oder lange Schläge benutzt werden. Meist ist das „Holz” heute mit einem Metallkopf ausgestattet, wird aber dennoch so genannt.

Lady (auch Girlie genannt)
Ausdruck für einen missglückten Abschlag eines männlichen Golfspielers, bei dem der Ball noch nicht einmal weiter als über den Abschlag der Damen fliegt. In vielen Golfclubs ist es dann üblich, dass derjenige, der die „Lady” gespielt hat, die anderen nach der Runde auf ein Getränk im Clubhaus einlädt. Übrigens: Die Damen haben für ihren Abschlag auf dem Platz ihre eigene Station, die dem Loch etwas näher liegt als die Station der Herren.

19. Loch
Das Clubhaus, in das viele nach einer Runde mit 18 Löchern gerne einkehren - auch in Tietlingen. Normalerweise gibt es nur Golfplätze mit neun oder 18 Löchern.

Tee („Ti” gesprochen)
Hier wird nicht zum Fünf-Uhr-Tee geladen. Damit ist der Abschlagplatz des zu spielenden Lochs gemeint. Oder aber der kleine Stift aus Plastik oder Holz, auf den der Golfball beim Abschlag gelegt wird.